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Bergbauernschule Hohenlehen feiert 70-Jahr-Jubiläum
LR Teschl-Hofmeister: Landwirtschaftliches Bildungszentrum des Ybbstales mit regional abgestimmten Ausbildungsangeboten


Foto (v.l.n.r.): Direktor Leo Klaffner, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister mit den vier Absolventen der ersten Klasse vor 70 Jahren
Foto Copyright: Jürgen Mück

Hohenlehen (13.11.2019) Vor 70 Jahren, im November 1949, öffneten sich zum ersten Mal die Pforten der Wald- und Gebirgsbauernschule Hohenlehen, um der bäuerlichen Jugend des Ybbstales eine fachlich fundierte Ausbildung zu bieten. Das heurige 70-Jahr-Jubiläum hat die Bergbauernschule heute Vormittag zum Anlass genommen, um die wechselvolle Geschichte der Schule Revue passieren zu lassen und um auf die herausragenden Leistungen im landwirtschaftlichen Bildungsbereich zu verweisen. „Im Laufe der letzten 70 Jahre stand immer die bestmögliche Ausbildung der künftigen Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer der Region im Mittelpunkt der Bildungsarbeit an der Bergbauernschule Hohenlehen. Dabei wurden die Bildungsangebote ausgehend von der Grünland- und Waldbewirtschaftung laufend den geänderten regionalen Bedürfnissen angepasst“, betonte Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister in ihrer Festrede. „Heute ist Hohenlehen ein Bildungszentrum für die Alm- und Weidewirtschaft sowie für die Fleischverarbeitung. Zudem wird der Schulbetrieb voll biologisch geführt und erst vor kurzem kamen die Fischerei und die Schafhaltung als weitere Ausbildungsschwerpunkte dazu“, so Teschl-Hofmeister.

In Vertretung von LK-Präsident Johannes Schmuckenschlager verwies Landeskammerrat Andreas Ehrenbrandtner auf die überaus gute Zusammenarbeit zwischen der NÖ Landwirtschaftskammer und dem Land NÖ als Schulerhalter: „Mit der Errichtung der ‚Forstlichen Kursstätte‘ in Hohenlehen wurde von der Landwirtschaftskammer der Grundstein für die professionelle Forstausbildung gelegt. Als dann im Jahr 1971 die Schule vom Land NÖ übernommen wurde, setzte man die Tradition der Forstausbildung fort und intensivierte sie kontinuierlich. Heute ist Hohenlehen ein Zentrum für die Ausbildung der Forstfacharbeiter und Forstwirtschaftsmeister. Die zahlreichen Erfolge der Schülerinnen und Schüler bei Waldarbeitswettbewerben unterstreichen auch die fundierte schulische Ausbildung“.

„Durch stetige Erneuerung, die gleichzeitig auf die bäuerliche Tradition nicht vergisst, konnte sich die Fachschule Hohenlehen in den 70 Jahren ihres Bestehens als agrarisches Bildungszentrum im Ybbstal bestens etablieren. Neben dem breiten Bildungsangebot können wir auch mit einer modernen Infrastruktur aufwarten. Vor fünf Jahren erfolgte eine Generalsanierung und ein moderner Zubau beherbergt nun die Schulküche und den Speisesaal“, informiert Direktor Leo Klaffner.

Wechselvolle Geschichte
Die Geschichte der Bergbauernschule Hohenlehen begann im Jahr 1906, als Gustav Davis, der Gründer der „Kronen Zeitung“, rund 1.500 Hektar Grund kaufte und das Schloss Hohenlehen mit einem angeschlossenen Gutshof errichten ließ. 1949 erwarb die NÖ Landwirtschaftskammer das Schloss sowie den Park und Wald im Ausmaß von 100 Hektar. Ein Wirtschaftsgebäude wurde errichtet und ein Gebäude als Internat adaptiert. Bereits sehr früh erkannte man die Wichtigkeit der forstlichen Ausbildung und legte 1962 den Grundstein für die „Forstliche Kursstätte“. Am 1. Jänner 1971 wurde die Wald- und Gebirgsbauernschule Hohenlehen vom Land Niederösterreich übernommen und zunächst als zweisemestrige Winterfachschule geführt. Die dreijährige Fachschule gibt es ab dem Schuljahr 1990/91. Seit 1994 wird Hohenlehen als ausgewiesene „Bergbauernschule“ mit entsprechend abgestimmten Lehrinhalten geführt, die sich in der Praxis bestens bewährt haben.

(Schluss)

Foto (v.l.n.r.): Landtagsabgeordneter Anton Kasser, Direktor Leo Klaffner, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landeskammerrat Andreas Ehrenbrandtner (NÖ Landwirtschaftskammer)
Foto Copyright: Jürgen Mück