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Vermittlung von digitalem Know-how an NÖ Landwirtschaftsschulen
LR Schwarz: Chancen der Digitalisierung nutzen und die Risiken abwägen

Drohne zur Bekämpfung des Maiszünslers.
Die Personen v. l.: RWA-Pflanzenschutz-Experte Michael Glösmann, Schüler Sebastian Laudon, Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz, Schülerin Jessica Thaller und Landesgüterdirektor Josef Rosner mit einer Drohne für den landwirtschaftlichen Einsatz.
Foto Copyright: Jürgen Mück.

Bericht der NÖN: http://www.noen.at/st-poelten/schulpartner-vermittlung-von-digitalem-know-how-an-noe-lfs-schulpartner-lfs-noe-barbara-schwarz/74.243.645

St. Pölten (12.1.2018) „Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist längst mehr als ein Schlagwort, denn sie hat sich in vielen Betrieben als fester Bestandteil zur Unterstützung der täglichen Arbeit bereits etabliert. Daher hat die Vermittlung des digitalen Know-hows in Theorie und Praxis an den Landwirtschaftlichen Fachschulen (LFS) in Niederösterreich ihren fixen Platz in der Aus- und Weiterbildung“, betont Bildungslandesrätin Barbara Schwarz. „Die Vorteile der digitalen Technologie liegen zweifelsohne in den präzisen Informationen über landwirtschaftliche Nutzflächen und Klimadaten, die zu einem schonenderen Einsatz von Ressourcen und einer gesteigerten Produktqualität führen. Für die kleinstrukturierte Landwirtschaft, wie sie in Österreich typisch ist, birgt die Agrarwirtschaft 4.0 aber auch Gefahren, weil sie sehr kostenintensiv ist. Daher gilt es die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und gleichzeitig die Risiken abzuwägen “, so Schwarz.

„Ein praktikables Beispiel für die Digitalisierung ist der Einsatz von Drohnen in der Land- und für Forstwirtschaft. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Luftbildaufnahmen von Pflanzenbeständen bei Hagel- oder Frostschäden bis zur exakten Dokumentation von Borkenkäferschäden im Forstbereich“, erklärt Landesgüterdirektor Josef Rosner. „Ein interessanter Anwendungsbereich für die Drohne ist die Schädlingsbekämpfung. Durch die gezielte Ausbringung von Nützlingen aus der Luft lassen sich Schädlinge wie der Maiszünsler punktgenau bekämpfen“, so Rosner.

Digitalisierung ist eine Herausforderung für Landwirte
Die Digitalisierung ist ein ganz wesentlicher Hebel, um die Versorgung der wachsenden Bevölkerung mit hochwertigen und erschwinglichen Lebensmitteln in einer Zeit des Klimawandels sicherzustellen und für Nachhaltigkeit und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu sorgen. Durch Smart Farming und Precision Farming wird die Agrar- und Ernährungswirtschaft von Grund auf verändert. Durch den Einsatz intelligenter Technik kann die Landwirtschaft den hohen Erwartungen der Verbraucher besser gerecht werden und die eigenen Erträge erheblich steigern. Erntemaschinen, die sich miteinander vernetzen, Selbstfahrsysteme für Traktoren, Drohnen mit Sensoren, die Auskunft über die Beschaffenheit des Bodens und der Pflanzen geben. Hightech revolutioniert immer mehr die Arbeit auf dem Feld und den Höfen, insbesondere in großen Betrieben. Die Herausforderung für die Landwirte liegt darin, die Technologie intelligent zu vernetzen und die Daten zu managen.

Die zwei Arten der Digitalisierung in der Landwirtschaft

Precision Farming - informationsbasierter Ansatz:
Informationen werden digital aufbereitet, um Entscheidungen für den Landwirt zu unterstützen. Beispiele: Wetter-Apps, Online-Plattformen zur Informationsgewinnung und Austausch.

Smart Farming - wissensbasierter Ansatz:
Maschinen und Geräte verarbeiten die Informationen selbständig und treffen (teil-)autonome Entscheidungen. Beispiele: vollautonome Bearbeitungs- und Erntemaschinen, Bodenanalysen in Echtzeit.

(Schluss)